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»Hamburg Alphabet« – Ausstellung von Chris Campe im Enfants Artspace, März 2020

Reeperbahn 1, 2010 und 2020

Was macht eigentlich …?

Hamburger Ladenschilder, zehn Jahre später

Jahrelang bin ich hier an der Ecke an diesem alten Laden mit dem tollen Neonschild vorbeigekommen … dass der immer noch lief! Doch eines Tages war der Laden weg. Der merkwürdige Flachbau aus den 50ern stand eine Weile leer, dann wurde er abgerissen und jetzt ist da ein Neubau, alles glatt und Glas. Schade!

Im Jahr 2010 habe ich über 1000 Ladenschilder in Hamburg und mit dem Buch »Hamburg Alphabet« ein typografisches Porträt der Stadt veröffentlicht. Aber wie jedes Porträt ist das »Hamburg Alphabet« eine Momentaufnahme, denn die Stadt verändert sich rasant. Deswegen habe ich  die Schilder und ihre Orte zehn Jahre nach dem Erscheinen des Buchs noch einmal fotografiert.

Ladenschilder und Fassadenbeschriftungen sind nur ein Detail des Stadtbilds. Doch der Fokus auf die Veränderungen der typografischen Oberfläche Hamburgs erlaubt Schlüsse auf die dahinter liegenden strukturellen Umwälzungen. So führen die Vorher-Nachher-Bilder in der Ausstellung vor Augen, welche Spuren der Wandel von Gewerbestrukturen und Konsumverhalten im Stadtbild hinterlässt.

Chris Campe, Ausstellung »Hamburg Alphabet«, Hamburger Ladenschilder von A bis Z

Blick in die Ausstellung im Enfants Artspace in Hamburg, März 2020

Hamburger Stadtgeschichte in Schildern

Eine Online-Ausstellung

Im März habe ich meine Fotos von Hamburger Ladenschildern im Enfants Artspace in Hamburg ausgestellt. Doch wegen der Corona-Krise war die Ausstellung statt der geplanten drei Wochen nur drei Tage geöffnet. Eine Woche nach der Eröffnung habe ich die Fotos Woche sang- und klanglos wieder abgehängt. Nach zwei Monaten Arbeit an Buch und Ausstellung war das wirklich ein deprimierender Moment.

Aber deprimiert zu sein halte ich nicht lange durch, ohne dass daraus neue Ideen entstehen. Die Idee in diesem Fall: Ich stelle die Bilder und Texte auf meine Website Ha! Nimm das, Corona!

Wahrscheinlich dauert es einen Moment, bis ich die knapp 100 Bilder und Texte aus der Ausstellung online gestellt habe. Falls Sie benachrichtigt werden möchten, wenn es soweit ist, tragen Sie sich doch auf meine Mailingliste ein.

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Chris Campe, »Hamburg Alphabet«, Hamburger Ladenschilder von A bis Z

Miniatur-Ladenschilder auf dem Stadtplan von Hamburg

Chris Campe, »Hamburg Alphabet«, Ausgabe 2010 und 2020

»Hamburg Alphabet« – Original von 2010 und Neuausgabe von 2020

»Hamburg Alphabet«

Originalausgabe von 2010

»Hamburg Alphabet«
Hamburger Ladenschilder von A bis Z
Junius Verlag, 2010, ISBN 978-3-88506-466-4

Limitierte Neuausgabe 2020

»Hamburg Alphabet«
Hamburger Ladenschilder, zehn Jahre später
Veröffentlichung zur Ausstellung im Enfants Artspace, März 2020
250 Exemplare, nummeriert und signiert

Beide Bücher

17,5 x 12,5 cm
gebunden, fadengeheftet
96 Seiten, 220 Farbfotos

jeweils 14,90 Euro
inkl. 7% MwSt, zzgl. Versand

Versandkosten
Deutschland 3 Euro, Europa 5 Euro, Weltweit 9 Euro

Um die Bücher zu bestellen, schreiben Sie mir bitte eine Mail chris@allthingsletters.com

»Hamburg Alphabet« bestellen

Vorher-Nachher 2010-2020

Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben? Wenn man zwei Bilder nebeneinanderlegt, hat man automatisch eine Geschichte.

Ghostsigns

Über 40 Prozent der Schriftzüge aus dem »Hamburg Alphabet« von 2010 sind inzwischen verschwunden. Doch die Spuren eines Schriftzugs bleiben oft als Schmutzrand jahrelang sichtbar. Und manchmal tauchen sie wieder auf, wenn ein Gebäude abgerissen oder renoviert wird.

Der Geist des Zinnkrugs war 2010 kurz zu sehen, bevor er hinter dem Schild einer Friseurkette verschwand. Und vor die Brandmauer mit der Werbung für Gloria-Mehl wird gerade das AMANDA gebaut. Aber wenn diese Art von Eigentumswohnungsschick in 100 Jahren wieder passé ist, kommt die Schildermalkunst vielleicht wieder zum Vorschein.

Ghostsign »Gloria-Mehl«, Amanda-Straße Eimsbüttel, Hamburg, September 2019

Gloria-Mehl Schulterblatt 132, Eimsbüttel, 2020

Bücher zur Ausstellung

Für die Ausstellung im Enfants Artspace im März 2020 habe ich eine aktualisierte Neuausgabe des »Hamburg Alphabet« drucken lassen – mit aktuellen Fotos. Dazu bin ich wieder wochenlang durch die Stadt gefahren und habe alle 220 Schilder noch einmal fotografiert.

Wenn Sie beide Bücher nebeneinander legen und synchronblättern, sehen Sie wie sich die Stadt in den letzten zehn Jahren verändert hat.

Die Neuausgabe ist in einer limitieren Auflage von 250 Exemplaren, nummeriert und signiert. Wenn Sie sich ein Exemplar sichern möchten, schreiben Sie mir einfach eine Mail: chris@allthingsletters.com.

Die Originalausgabe von 2010 ist weiterhin in allen Buchhandlungen erhältlich. Und falls Sie sie noch nicht haben, bestellen Sie doch gleich beide Bücher bei mir, denn dann schreibe Ihnen noch ein paar freundliche Worte auf eine Karte.

Chris Campe, »Hamburg Alphabet«, Ausgabe 2010 und 2020

»Hamburg Alphabet«

Originalausgabe von 2010

»Hamburg Alphabet«
Hamburger Ladenschilder von A bis Z
Junius Verlag, 2010, ISBN 978-3-88506-466-4

Limitierte Neuausgabe 2020

»Hamburg Alphabet«
Hamburger Ladenschilder, zehn Jahre später
Veröffentlichung zur Ausstellung im Enfants Artspace, März 2020
250 Exemplare, nummeriert und signiert

Beide Bücher

17,5 x 12,5 cm
gebunden, fadengeheftet
96 Seiten, 220 Farbfotos

jeweils 14,90 Euro
inkl. 7% MwSt, zzgl. Versand

Versandkosten
Deutschland 3 Euro, Europa 5 Euro, Weltweit 9 Euro

Um die Bücher zu bestellen, schreiben Sie mir bitte eine Mail chris@allthingsletters.com