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Handlettering-Cover des Hamburger Restaurantführers „Szene Hamburg Essen + Trinken“, Ausgabe 2015/2016

Mehr als Hamburger

Dass das Cover des maßgeblichen Restaurantführers für Hamburg wie eine Kreidetafel im Restaurant aussehen sollte, passt absolut zum Thema. Dieses Beispiel zeigt außerdem, dass sich auch große Mengen Text mit unterschiedlichen inhaltlichen Ebenen mit Lettering visuell attraktiv und gut lesbar gestalten lassen.

Das Cover des jährlichen Restaurantführers SZENE Hamburg Essen + Trinken sollte im Chalkboard-­Lettering-Look illustriert werden. Der Text dafür war vielschichtig: Ein Block mit Logo und Hefttitel, der Titel der Ausgabe mit zwei Unterzeilen, drei Titelthemen mit Unter­titeln, dazu mehrere Bildelemente.

In diesem Fall habe ich keine Thumbnail-Skizzen gezeichnet, sondern den Text schreibend gegliedert und dann direkt in einem vergrößerten Format skizziert. Die Größe des Hefts entspricht ungefähr DIN A4; um mehr Spielraum bei den kleinen Schriftgrößen zu haben, ist die Zeichnung etwa ein Drittel größer.

Die Größen, Formen und Farben der Schrift leiten das Auge von Haupttitel und Untertitel zu den einzelnen Titelthemen und sogar das Logo und der Hefttitel sind von Hand gezeichnet – nur der Barcode nicht.

Projektinfo

Kunde

SZENE Hamburg

Leistung

Entwurf, Lettering und Reinzeichnung

Format

Magazincover, 21 x 29,7 cm

Jahr

2015

Arbeitsweise

Lettering-Skizzen für den Hamburger Restaurantführers „Szene Hamburg Essen + Trinken“, Ausgabe 2015/2016

Die erste Skizze für das Lettering-Magazincover hat keine 10 Minuten gedauert. Doch so locker und schnell sie auch gezeichnet ist, darin sind bereits viele wesentliche Entscheidungen über Schriftstile, Größenverhältnisse und Layout getrof‌fen.

Lettering-Skizzen für den Hamburger Restaurantführers „Szene Hamburg Essen + Trinken“, Ausgabe 2015/2016

Im nächsten Schritt konkretisiere ich die Entscheidungen, die ich in der ersten Skizze bereits getroffen habe und definiere nach und nach die Schriftformen und ihre Anordnung. Die Zeichnung ist nun nicht mehr ganz freihändig, Hilfslinien per Lineal helfen mir bei der waagerechten Ausrichtung der Zeilen.

Lettering-Skizzen für den Hamburger Restaurantführers „Szene Hamburg Essen + Trinken“, Ausgabe 2015/2016

In der Überarbeitung nehmen die Elemente weiter ihre Form und Platzierung an. Das Wichtigste ist am größten gezeichnet und Gleiches wird gleich behandelt, wie zum Beispiel die drei Titelthemen in Schreibschrift.

Nun sind alle gestalterischen Entscheidungen getroffen. Damit es schneller geht, scanne ich die Zeichnung und korrigiere Feinheiten und Abstände in Photoshop. Die Reinzeichnung mache ich dann wieder auf Papier.

Lettering-Skizzen für den Hamburger Restaurantführers „Szene Hamburg Essen + Trinken“, Ausgabe 2015/2016

Auf einem Ausdruck der korrigierten 2. Überarbeitung mache ich die Reinzeichnung. So erhalten die Striche eine einheitliche Strichstärke und den gleichen Duktus.

Einen Scan der Reinzeichnung säubere ich in Photoshop und invertiere sie für den Kreide­look, sodass schwarze und weiße Flächen vertauscht sind. Dann lege ich die Farben an.

Handlettering-Cover des Hamburger Restaurantführers „Szene Hamburg Essen + Trinken“, Ausgabe 2015/2016