Was denken Menschen im Museum? Sind sie erstaunt, fasziniert, irritiert? Gemeinsam mit den Aufsichten des MK&G habe ich Aussagen gesammelt. Die Stimmen der Besucher*innen hallen nun als Installation durch eines der Treppenhäuser des Museums.
Vinylfarbe auf Holz, unterschiedliche Maße
Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
2026









»Was die Leute sagen« ist häufig das Rohmaterial meiner freien Arbeiten. Ich sammle aufgeschnappte Sätze, arrangiere sie zu neuen Texten und gestalte sie als Schriftinstallationen.
Die Installation »Wow! Hä? Toll! – Stimmen der Besucher*innen« ist eine ortsbezogene Arbeit für eines der Treppenhäuser im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Im Transitraum zwischen den Etagen thematisiert das Projekt Zugänge und Barrieren im Museum, sowohl räumliche als auch gedankliche.
Zur Vorbereitung habe ich gemeinsam mit den Aufsichten im Museum Stimmen gesammelt: Bemerkungen, spontane Fragen, beiläufige Kommentare über Räume und Exponate. Mit illustrativer Schrift gestaltet, fügen sich Form und Formulierung im Kopf zu einem Klangbild: Man hat die Sätze sofort im Ohr, denn Schrift ist ein audiovisuelles Medium. Auf Holz gemalt und zwischen drei Etagen installiert, hallen die Stimmen der Besucher*innen durch das Treppenhaus.
»Erinnert mich irgendwie ans Bauhaus.«
»Sind die Sachen echt?«
»Darf ich das wirklich nicht anfassen?«
»Also, sowas würde ich mir nie hinstellen!«
»Aber tolle Räume …«
Die Aussagen spiegeln Empfindungen und Vorstellungen wider, die vielen Menschen vertraut sind. Sie regen auf unterhaltsame Weise dazu an, über die eigene Erfahrung im Museum nachzudenken.
Das Projekt wurde durch eine Förderung der VG Bild-Kunst ermöglicht.